Psychologie nach skinner fragen

Bei der operanten Konditionierung lernt ein Lebewesen eine bestimmte Verhaltensweise häufiger zu zeigen, indem es dafür belohnt wird. Wenn es bestraft wird, verhält es sich seltener so. Du willst die operante Konditionierung noch schneller verstehen? Schau dir doch unser Video zu dem Thema an. Die operante Konditionierung ist eine bekannte Lerntheorie des Behaviorismus.

Es geht darum, dass ein Mensch oder ein Tier eine bestimmte Verhaltensweise häufiger oder seltener zeigt, indem du es dafür belohnst oder bestrafst. Dadurch gehst du nächste Woche wieder für sie einkaufen. Hat eine Verhaltensweise also eine angenehme Konsequenz , wird sie öfter gezeigt. Wenn sie eine unangenehme Konsequenz hat, wird sie seltener gezeigt.

Das funktioniert auch, wenn durch eine Verhaltensweise eine unangenehmen Konsequenz ausbleibt Belohnung oder eine angenehme Konsequenz wegfällt Bestrafung. Das ist die operante Konditionierung. Bei der operanten Konditionierung engl. Erwünschte Verhaltensweisen werden durch angenehme Konsequenzen Positive Verstärkung bzw.

Unerwünschte Verhaltensweisen werden durch unangenehme Konsequenzen Positive Bestrafung bzw. Bei der operanten Konditionierung gibt es vier Möglichkeiten ein Verhalten zu verstärken bzw. Dadurch wird ein Individuum konditioniert, ein Verhalten häufiger bzw. Bei einer Verstärkung engl. Um das zu erreichen, hast du bei der operanten Konditionierung zwei Möglichkeiten:.

Durch eine Bestrafung engl.

Operante Konditionierung nach Skinner

Auch hier hast du wieder zwei Möglichkeiten:. Darstellen kannst du die vier möglichen Konsequenzen der operanten Konditionierung anhand eines sogenannten Kontingenzschemas. Hier sind die angenehmen und die unangenehmen Konsequenzen, ihr Hinzufügen oder ihr Entfernen und die Wirkung dargestellt. Das sieht dann so aus:.

Die Idee der operanten Konditionierung geht auf das Gesetz der Wirkung engl. Es beschreibt, dass bei zufällig auftretenden Handlungen, die Handlungen häufiger gezeigt werden, die positive Folgen haben. Das Law of effect hat Burrhus Frederic Skinner aufgegriffen und daraus die operante Konditionierung entwickelt. Dazu hat er die sogenannte Skinnerbox entworfen.

Die Skinnerbox ist ein Käfig, worin sich später eine Ratte befindet. Im Käfig ist ein Hebel angebracht, den die Ratte drücken kann. Jetzt hat Skinner verschiedene Experimente durchgeführt. Diese schauen wir uns genauer an:. Im nächsten Schritt hat er einer Ratte jetzt noch beigebracht, dass sie nur dann Futter bekommt Angenehme Konsequenz , wenn sie den Hebel drückt Verhalten während die Lampe im Käfig leuchtet Stimulus.

Du kannst also ein Verhalten also auch an eine bestimmte Bedingung oder Situation knüpfen. Die Skinnerbox ist ein wichtiges Beispiel für das operante Konditionieren, schauen wir uns jetzt an, was du im Allgemeinen zu den Verstärkern bei der operanten Konditionierung wissen solltest. Grundsätzlich können Verstärker unterschiedlich oft auftreten.

Häufig wird ein Verstärkerplan verwendet. Dabei kannst du die folgenden Methoden unterscheiden. Jedes Mal , wenn das erwünschte Verhalten auftritt, belohnst du es. Bei dieser Art der Verstärkung lernt das Individuum zwar schnell und zeigt das Verhalten häufig. Es verlernt es allerdings auch genauso schnell wieder. Beispiel: Du wirst für jeden Handgriff im Haushalt gelobt.

Hier wird das Verhalten nur hin und wieder verstärkt. Dadurch dauert das operante Lernen zwar länger, aber es ist auch nachhaltiger. Das erwünschte Verhalten wird als längerfristig häufiger gezeigt. Beispiel: Du sagst einer Köchin, dass das Essen heute besonders gut geschmeckt hat. Als Verstärker können verschiedene Gegenstände und Handlungen dienen. Du kannst bei der operanten Konditionierung nochmal wie folgt unterscheiden:.

Ein Verstärker kann gleichzeitig zu mehreren Kategorien gehören. So ist Lob beispielsweise gleichzeitig ein sekundärer und ein sozialer Verstärker. Die einzelnen möglichen Verstärker sind unterschiedlich wirksam. Die Wirksamkeit des Verstärkers der operanten Konditionierung ist von Folgendem abhängig:. Wenn du möchtest, dass unerwünschtes Verhalten seltener oder gar nicht auftritt, dann bestrafst du es bei der operanten Konditionierung.

Dadurch verstärkst du aber nicht das erwünschte Verhalten, sondern schwächst nur das unerwünschte Verhalten ab. Diese Verhaltensweise wird also kurzfristig nicht mehr gezeigt und unterdrückt. Langfristig tritt sie aber wahrscheinlich wieder auf.

Myers: Kapitel 8: Lernen | Lehrbuch Psychologie

Wenn eine Verhaltensweise einmal gelernt ist, bleibt die Belohnung häufig aus. Das erwünschte Verhalten wird dadurch seltener gezeigt, wenn es nicht mehr belohnt wird. Nach einiger Zeit legt sich aber auch das und die Verhaltensweise wird nicht mehr absichtlich gezeigt. Eine andere Möglichkeit, wie ein Individuum das ausbleiben eines Verstärkers auffassen kann, ist, dass es als Bestrafung interpretiert wird.

Unabhängig davon, wie die Extinktion verläuft, tritt häufig dieses Phänomen auf: Das Verhalten wird nach einiger Zeit einfach trotzdem spontan und grundlos wieder gezeigt, ohne dass es nochmal verstärkt wurde. Nimmt dann aber auch wieder ab. Das nennst du spontane Erholung. Die operante Konditionierung wird beim sogenannten Shaping angewandt.

Darunter verstehst du die stufenweise Annäherung an eine erwünschte komplexere Verhaltensweise. Die Methode wird häufig bei der Dressur von Tieren verwendet. Dazu stellst du dich als erstes nur einen Meter vom Pferd weg und rufst es. Wenn es kommt, lobst du es. Das führst du ein paar Mal so durch, bis es immer zu dir geht.

Als nächstes entfernst du dich etwas weiter und machst das gleiche. Die instrumentelle Konditionierung wird oft mit der operanten Konditionierung gleichgesetzt und die Begriffe werden synonym verwendet. Sie lassen sich allerdings voneinander abgrenzen. Beide Konditionierungen führen dazu, dass eine Verhaltensweise öfter gezeigt wird, wenn sie durch angenehme Konsequenzen verstärkt wird.

Mit dem Verhalten kann es erfolgreich sein und das Ziel erreichen , oder eben nicht. Wenn es Erfolg mit einer Verhaltensweise hatte, dann wird es das Verhalten wiederholen, wenn nicht, dann wird es ein anderes Verhalten versuchen, um das Ziel zu erreichen. Der Erfolg durch das Verhalten wirkt also selbst als Verstärker. Eine Person möchte zum Beispiel bewundert werden Ziel.

Um das zu erreichen, prahlt sie Verhalten. Wenn sie jetzt die erwünschte Bewunderung erhält angenehme Konsequenz , dann war ihre Verhaltensweise erfolgreich und sie wiederholt das Verhalten. Das Verhalten bei der instrumentellen Konditionierung ist also zielgerichtet. Neben der operanten Konditionierung ist auch die klassische Konditionierung eine der wichtigsten Lerntheorien des Behaviorismus.

Bei der operanten Konditionierung steht das Belohnen bzw. Bestrafen einer erwünschten bzw. Bei der operanten Konditionierung greifst du also nach einem bestimmten Verhalten ein, bei der klassischen Konditionierung gibst du davor ein Signal für ein bestimmtes Verhalten. Du möchtest jetzt noch genauer erfahren, wie du einem Individuum beibringen kannst, auf ein bestimmtes Signal zu reagieren?

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Abgrenzung instrumentelle Konditionierung. Verstärkung Bei einer Verstärkung engl. Um das zu erreichen, hast du bei der operanten Konditionierung zwei Möglichkeiten: Positive Verstärkung: Das erwünschte Verhalten belohnst du mit einer angenehmen Konsequenz , indem du dem Individuum zum Beispiel Geld oder Nahrung gibst. Aber auch Achtung und Anerkennung können als positive Verstärker wirken.

Negative Verstärkung: Du belohnst ein erwünschtes Verhalten, indem die aversiven Konsequenzen ausbleiben , wenn die Verhaltensweise gezeigt wird.