Tintenflecke psychologie

Der Rorschachtest oder Rorschach-Test Tintenkleckstest, eigentlich: Rorschach-Formdeuteversuch ist ein projektives Testverfahren der psychologischen Diagnostik und Persönlichkeitspsychologie.

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Die Interpretation des Verfahrens erfolgt unter tiefenpsychologischen Gesichtspunkten. Der Test ist aufgrund mangelhafter Gütekriterien psychodiagnostischer Verfahren umstritten. Die Deutung von Klecksographien Faltbildern war schon im Jahrhundert zum Beispiel bei Justinus Kerner üblich. Der Rorschachtest wurde im Verlag von Ernst Bircher veröffentlicht, nachdem zuvor andere Versuche, aus Faltbildern Schlüsse auf die Persönlichkeit zu ziehen, gescheitert waren.

In den er und er Jahren fand der Test in Europa und in den Vereinigten Staaten weite Verbreitung. Unter anderem wurde er ab von Gustave M. Gilbert beim Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess eingesetzt. In Europa gilt das Standardwerk von Ewald Bohm zum Rorschachtest als Referenz. Wichtige Forschungsarbeiten zum Rorschachtest lieferte in den USA der aus Deutschland geflüchtete Psychoanalytiker Ernest G.

Schachtel , er führte vielfältige Untersuchungen mit unterschiedlichen Altersgruppen durch und publizierte neben etlichen Artikeln in Fachzeitschriften das Standardwerk Experiential Foundations of Rorschach's Test Der Test besteht aus zehn Tafeln mit speziell aufbereiteten Tintenklecksmustern. Es gibt weltweit fast ein Dutzend Parallelserien, von denen die meisten nicht frei im Handel erhältlich sind.

Jede Antwort wird dabei in Hinblick auf die ersten vier Hauptaspekte bezeichnet. Die Aussagekraft des Rorschach-Tests war von Beginn an umstritten. In den er Jahren stellte ein Team von Psychologen fest, dass der Test bei 80 Prozent »normaler Individuen« eine »Depression oder schwere Charakterprobleme« diagnostiziert.

Rorschachtest

In einer anderen Studie wurde der Test an Pilotenanwärtern und an Patienten in stationärer psychiatrischer Behandlung durchgeführt; die Ergebnisse konnten keinen Unterschied zwischen den beiden Gruppen feststellen. Dennoch wird der Test in den USA immer noch beispielsweise vor Gericht verwendet; in Japan und Argentinien ist er weit verbreitet, in Russland und Australien kaum.

Der Rorschachtest ist aus verschiedenen Gründen umstritten; die Tintenklecksbilder sind a priori bedeutungslos. Daher gehen Kritiker davon aus, dass die Interpretation der Formdeuteversuche auch durch den Psychologen und seine subjektiven Eindrücke und Vorurteile beeinflusst werden kann. Die Reliabilität und Validität sind weitestgehend ungeklärt.

Nach Meinung der Kritiker kann der Formdeuteversuch im besten Fall Hinweise auf Aspekte der Persönlichkeit geben, im schlechtesten Fall schlicht zu falschen Ergebnissen führen. Die Befürworter behaupten, die Auswertung durch Fachleute sei sicher und zuverlässig. Der Rorschachtest könne viele Bereiche der Persönlichkeit darstellen, die andere psychologische Tests nicht erfassen könnten.

Dies liege vor allem daran, dass die ermittelten Daten sich gegenseitig ergänzen und stützen müssen, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen. Diese Einschätzung wird durch wissenschaftliche Untersuchungen nur unzureichend gestützt. Das Problem der mangelnden Reliabilität und Validität ist, wie auch bei anderen projektiven Verfahren, noch nicht gelöst, da die Vielzahl der Kombinationen und die dadurch individuell stets variierenden Deutungen der Testfaktoren nicht quantifizierbar sind.

Versuche, den Test zu standardisieren, etwa von Bruno Klopfer bereits angeregt , oder wie es etwa der Amerikaner John E. Exner versucht hat, machen aus dem Test ein neues Verfahren, das mit dem ursprünglichen Rorschachtest nur noch den Namen und das Testmaterial gemein hat. Beim Vergleich der normativen Daten des nordamerikanischen Exner-Systems mit europäischen oder südamerikanischen Testpersonen ergeben sich teils kulturelle Unterschiede bei wichtigen Variablen, während z.

Rorschach-Test: Was du zuerst siehst, sagt viel über dich aus

Die Unterschiede bei der Qualität der Formen ist teilweise kulturell bedingt. So erkennen Franzosen auf Tafel 8 ein Chamäleon, was bei Angehörigen anderer Völker als ungewöhnliche Antwort gewertet wird, in Skandinavien werden für Tafel 2 Weihnachts- Nisser genannt und Japaner erkennen auf Tafel 4 ein Musikinstrument. Einer Untersuchung an der University of Oregon zufolge ist die Zahl der unterschiedlichen wahrgenommenen Figuren mit der fraktalen Komplexität der jeweiligen Vorlage korreliert.

Je geringer die fraktale Komplexität, desto höher sei die Zahl der Figuren.

Tintenklecks Test

Weil er in populären Medien häufig erwähnt oder auch beschrieben wird, ist die Ansicht weit verbreitet, dass man mit ihm schnell, gar nach Auswertung nur einer Antwort, eine komplexe Persönlichkeit oder schwere Störung korrekt erfassen könne. Das ist natürlich unmöglich. Wenn nicht ein wörtliches Protokoll aller zehn Tafeln mit Nachbefragung und Reaktionszeiten vorliegt, ist der Test nicht auswertbar.

Zudem müssen die ermittelten Persönlichkeitsmerkmale an verschiedenen Stellen des Testes nachweisbar sein. Insgesamt ist es ohnehin nicht zulässig, nur aufgrund des Rorschachtests Aussagen zu treffen oder gar ein ganzes Gutachten anzufertigen. Seriöse Anwender benutzen ihn im Rahmen einer ganzen Testbatterie. Dadurch erfährt der Test in aller Regel externe Überprüfung.

Die Amerikaner Loucks und Burstein [9] geben einige typische Antworten an. Dieser Artikel behandelt den Rorschachtest der Psychoanalyse. Nach diesem Test hat sich die Band Rorschach Test benannt. Die folgenden Absätze sind nicht hinreichend mit Belegen beispielsweise Einzelnachweisen ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

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