Psychologe ingolstadt essstörung
Ingolstadt -Essstörungen sind noch immer mit Tabus belegt oder werden vom Umfeld heruntergespielt. Dabei ist für Betroffene professionelle Hilfestellung unerlässlich, wie Nicole Uffinger, Psychologin an der Danuviusklinik, betont. Im Wesentlichen gibt es drei Arten von Essstörungen: "Anorexie wird von einem restriktiven oder vermeidenden Essverhalten, häufig verbunden mit einem sehr niedrigen BMI, gekennzeichnet.
Sie leiden ebenfalls unter Essanfällen, versuchen aber nicht, diesen entgegenzuwirken.
Hygieneregeln
Alle Varianten werden in der Danuviusklinik mit gemeinsamen Behandlungsbausteinen angegangen, vor allem mit Gruppen- und Einzeltherapien. In der Gruppentherapie lernen die Patienten Symptome einer Essstörung zu erkennen und arbeiten gleichzeitig an deren Ursachen. Zudem werden Essprotokolle erstellt und sogenannte "Gewichtsverträge" abgeschlossen, um die Patienten Schritt für Schritt zurück zum Normalgewicht zu führen.
Weitere zentrale Bausteine sind die Essbegleitung und die Kochgruppe, um wieder ein reales Bild von "normalen" Portionen zu entwickeln und Grundlegendes über Ernährung zu erfahren. Sieben Therapieplätze stehen in der Einrichtung aktuell zur Verfügung, rund 12 Wochen sollte die "akute" Tagesklinik-Behandlungsform im Idealfall dauern.
Hilfe bei Essstörungen: Danuvius Klinik GmbH
Die meisten Patienten würden weiterhin ambulant betreut, manchmal ist jedoch sogar ein stationärer Krankenhausaufenthalt erforderlich. Dass die Corona-Pandemie die Problematik der Essstörungen verstärkt hat, bestätigen beide Fachkräfte: "Gerade zu Beginn der Krise hatten viele stationäre Kliniken geschlossen, so dass ein regelrechter Run auf unsere Einrichtung stattfand", erzählt Fischer und Uffinger ergänzt: "Viele Patienten haben beschrieben, dass sie sich durch die zusätzliche Zeit im Lockdown oder durch Kurzarbeit noch intensiver mit den Themen rund um die Essstörung beschäftigten, und sich das Krankheitsbild dadurch verschlechterte.
Auch psychologisch werden die Patienten unterstützt, etwa durch das Erlernen von Emotionsregulation oder das Vermitteln eines gesunden Körperbildes. Mittags werden die Betroffenen beim Essen begleitet. Und die Hemmschwelle, sich Hilfe zu holen, ist bei ihnen deutlich höher.
Beratungsangebote für Essstörungen / Bezirk Oberbayern
Auch bei emotionaler Instabilität, etwa in schwierigen Lebensphasen, kann sich das Krankheitsbild entwickeln", sagt Uffinger. Nach einem Vorgespräch mit dem Oberarzt werden die Patienten aufgenommen, lange Wartezeit auf einen Therapieplatz müssen Betroffene nicht befürchten. Uffinger macht Betroffenen Mut: "In unseren Therapiegruppen erfahren die Patienten, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind.
Oft werden die Neuen von den Gruppenmitgliedern, die schon länger dabei sind, unter die Fittiche genommen und verlieren damit auch die Angst vor dem, was auf sie zukommt.
WENN DIE SEELE LEIDET …
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