Reagibilität definition psychologie

Was ist Klinische Psychologie? Definitionen, Konzepte und Modelle 2. Diagnostische Klassifikation psychischer Störungen 3. Epidemiologische Beiträge zur Klinischen Psychologie 4. Lernpsychologische Grundlagen 5. Kognitiv-affektive Neurowissenschaft: Emotionale Modulation des Erinnerns, Entscheidens und Handelns 6. Differentiellpsychologische Perspektive in der Klinischen Psychologie 7.

Zusammenfassung: Klinische Psychologie und Psychotherapie (3. Aufl.)

Biopsychologische Grundlagen 8. Psychopharmakologische Grundlagen 9. Neuropsychologische Grundlagen Verhaltensmedizinische Grundlagen Entwicklungspsychologische Grundlagen Die Versorgung von Patienten mit psychischen Störungen. Klinisch-psychologische und psychotherapeutische Verfahren: Ein Überblick Verhaltenstherapie Psychodynamische Psychotherapie: Anwendungsprinzipien und Verfahrensformen Systemische Psychotherapie und Beratung Humanistische und experientielle Psychotherapieverfahren Aktuelle Weiterentwicklungen der Verhaltenstherapie: Akzeptanz- und Commitment-Therapie ACT Entwicklung und Beurteilung therapeutischer Interventionen Gesprächsführung in der Klinischen Psychologie und Psychotherapie Diagnostische Prozesse in der Klinischen Psychologie und Psychotherapie Psychoedukation Ressourcenaktivierung Motivierende Interventionsstrategien Operante Methoden Reizkonfrontationsmethoden Verhaltensaktivierung Kognitive Therapieverfahren Achtsamkeit und Embodiment Kognitive Trainings Trainings emotionaler, sozialer und kommunikativer Fertigkeiten Stressbewältigungs- und Problemlösetrainings Entspannungsverfahren Therapeutische Vereinbarungen: Hausaufgaben und Verhaltensverträge E-Mental Health: Internet- und mobilbasierte Interventionen in der Psychotherapie Psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters Störungen im Zusammenhang mit psychotropen Substanzen und abhängigen Verhaltensweisen Störungen durch den Konsum illegaler Substanzen Drogenkonsumstörungen Alkoholkonsumstörung Tabakkonsumstörungen Störung durch Glücksspielen und andere abhängige Verhaltensweisen Psychotische Störungen und Schizophrenie Bipolare Störungen Depressive Störungen: Major Depression und Persistierende Depressive Störung Dysthymie Panik und Agoraphobie Generalisierte Angststörung Soziale Angststörung Spezifische Phobien Posttraumatische Belastungsstörung Zwangsstörungen Somatoforme Störungen Psychosomatische und stressabhängige körperliche Beschwerden Fütter- und Essstörungen Sexuelle Funktionsstörungen, paraphile Störungen, Geschlechtsdysphorie Die Klinische Psychologie als facettenreiches Fach innerhalb der Psychologie erstreckt sich über grundlagen- und anwendungswissenschaftliche Aspekte und verschiedenste berufliche Anwendungsfelder.

Ein Hauptcharakteristikum der Klinischen Psychologie ist daher auch ihre interdisziplinäre Grundorientierung. Zudem unterstreicht die erweiterte Fachbenennung "Klinische Psychologie und Psychotherapie" den wissenschaftstheoretischen und berufspolitischen Anspruch, gesellschaftliche und gesundheitspolitische Verantwortung für die Diagnostik, Prävention, Therapie und Rehabilitation psychischer Störungen zu übernehmen.

Im ersten Kapitel dieses Lehrbuchs werden zunächst Kernbegriffe und Hintergründe zum Verständnis des Faches eingeführt, allem voran der Begriff der "psychischen Störungen". Dies können auch jüngste Überarbeitungen diagnostisch-klassifikatorischer Systeme wie das DSM in seiner 5.

emotionale Schemata

Revision und die zukünftige ICD nicht leisten. Aus diesem Diskurs heraus wurden neue dimensionale und diagnoseunabhängige, sog. Mehrebenenansätze, formuliert um abweichendes menschliches Verhalten zu charakterisieren. Die Frage berührt aber ein Kernthema der Klinischen Psychologie, nämlich die Frage nach einer Grenzziehung zwischen "normalem" und "abnormem" Verhalten.

In diesem Kapitel wird untersucht, welche Perspektiven sich bei einer wissenschaftlich begründeten Klassifikation von psychischen und Verhaltensstörungen finden lassen, welche Terminologien im Hinblick auf die Grundlagen und die Anwendungen in unserem Fach geeignet sind und wie sich im engeren Sinne psychische Störungen nach dem derzeitigen Erkenntnisstand einordnen, definieren und klassifizieren lassen.

Die Beiträge der Epidemiologie für die Klinische Psychologie und Psychotherapie sind breit und facettenreich. Sie reichen von der Bestimmung der Häufigkeit, der Verteilung und des Spontanverlaufs psychischer Störungen deskriptive Epidemiologie , über die Evaluation des Versorgungssystems sowie der Abschätzung des Versorgungsbedarfs Versorgungsepidemiologie , bis hin zur Erforschung der Entstehungs- Ätiologie und Entwicklungsbedingungen Pathogenese psychischer Störungen analytische Epidemiologie und der Ableitung von Konsequenzen für Gesundheitsförderung, Prävention, Therapie und Rehabilitation sowie deren Überprüfung experimentelle Epidemiologie und Public Health.

Darüber hinaus trägt die epidemiologische Forschung zu psychischen Störungen zu einer besseren Definition psychopathologischer Konstrukte und einer optimierten Klassifikation bei. In diesem Kapitel werden die Konzepte und Methoden der Epidemiologie eingeführt und deren Anwendung auf Fragen der Klinischen Psychologie dargestellt.

Ergänzt wird das Kapitel durch aktuelle Ergebnisse aus epidemiologischen Studien zu psychischen Störungen. In diesem Kapitel wird beschrieben, welche Rolle grundlegende Lernformen bei der Entstehung, Aufrechterhaltung und Therapie von psychischen Störungen spielen. Die Grundprinzipien und wichtigsten Begriffe der klassischen Konditionierung, der operanten Konditionierung und des Modelllernens werden erläutert.

Anhand zahlreicher Beispiele und Anwendungen wird gezeigt, dass funktionales ebenso wie dysfunktionales menschliches Verhalten durch bekannte und gut erforschte Lernmechanismen erklärt werden kann. Jede angehende Psychotherapeutin sollte diese Mechanismen kennen, um sie in der therapeutischen Praxis zum Vorteil der Patienten einsetzen zu können.

In diesem Kapitel geben wir einen Überblick über ausgewählte Theorien und Befunde zur Interaktion von Emotionen mit kognitiven Prozessen, wobei wir auf Themen fokussieren, die von Relevanz für das Verständnis psychischer Störungen sind. Nach einer Einführung in grundlegende Merkmale von Emotionen und ausgewählte Emotionstheorien gehen wir auf folgende Fragen ein: Welche Rolle spielen körperliche Reaktionen und kognitive Bewertungsprozesse bei der Auslösung von Emotionen?

Welche Gehirnsysteme liegen emotionalen Prozessen und speziell der Furcht zugrunde? Was sind neurobiologische Grundlagen von Belohnung, Anreizmotivation und wertbasierten Entscheidungen? Wie werden Gedächtnisprozesse und der Modus der Informationsverarbeitung durch Emotionen, Stimmungen und Stress beeinflusst?

Welche neuronalen Mechanismen liegen der kognitiven Kontrolle von Emotionen zugrunde? Während das Kapitel auf die Darstellung grundlagenwissenschaftlicher Ergebnisse fokussiert ist, gehen wir bei allen Themen exemplarisch auch auf Implikationen für die Klinische Psychologie und die Frage ein, wie dysfunktionale Interaktionen emotionaler und kognitiver Prozesse zur Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen beitragen.

Dabei werden zunächst grundlegende Konzepte dargestellt, die für den Zusammenhang differentieller und klinischer Fragestellungen zentral sind. Dies sind vor allem Vulnerabilitäts- und Protektivfaktoren. In den letzten drei Abschnitten werden die originär differentiellpsychologischen Theorien besprochen, die sich als klinisch relevant herausgestellt haben, die stark mit den Vulnerabilitäts- und Protektivfaktoren überlappen und vor allem durch das Beschreiben fundamentaler Verhaltensbereiche Approach und Avoidance für das Verständnis klinischer Phänomene nützlich sind.

Für die Beurteilung von Ursachen, Entstehung und Verlauf psychischer Störungen ist ein Gesamtverständnis der biopsychosozialen Zusammenhänge heute unverzichtbar. Eine Einbeziehung biologischer Mechanismen hat unmittelbare Implikationen für die Entwicklung neuer Ansätze der Diagnostik, Prävention und Therapie. So helfen uns beispielsweise Erkenntnisse zur Rolle von Hippocampus und Amygdala in der therapeutischen Bearbeitung traumatischer Erfahrungen zentrales Nervensystem , die posttraumatische Belastungsstörung besser zu verstehen.

Zusammenfassung: Klinische Psychologie und Psychotherapie (3. Aufl.) | Lehrbuch Psychologie

Das Wissen über vegetative Mechanismen der Angst autonomes Nervensystem kann die Verlaufsdiagnostik einer Exposition verbessern. Positive soziale Interaktion vermag die Freisetzung des Hormons Kortisol unter psychischem Stress zu reduzieren endokrines System und die Identifikation epi- genetischer Mechanismen von psychischen Erkrankungen kann dazu beitragen, personalisierte Therapiekonzepte zu entwickeln.

Das zentrale Anliegen dieses Kapitels ist somit ein integratives Verständnis biologischen Systeme und ihrer Bedeutung für unser Störungs- und Therapiewissen. Es werden die wichtigsten Gruppen von Psychopharmaka, ihre Wirkweisen und Indikationen sowie wenn auch nicht vollständig ihre Nebenwirkungen und Kontraindikationen angeführt. Um die Ansatzpunkte der einzelnen Substanzen verständlich zu machen, erfolgt zunächst eine knappe Einführung in die synaptische Übertragung, ihre pharmakologische Beeinflussung sowie in die wichtigsten Transmittersysteme.

Nach einem ersten Überblick über die zu besprechenden Substanzgruppen wird auf jede von ihnen detaillierter eingegangen. Dies geschieht vornehmlich im Hinblick auf ihren therapeutischen Einsatz. In diesem Kontext war es daher unerlässlich, die biologischen Grundlagen der Störungsbilder zu skizzieren, speziell ihre vermuteten neurochemischen Grundlagen darzustellen beispielsweise die Dopamin- und Glutamathypothese der Schizophrenie, die Monoaminhypothese der affektiven Störungen, die Acetylcholinhypothese der Demenz vom Alzheimer-Typus.

Die Neuropsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie, das sich mit dem Zusammenhang von psychischen Prozessen und Hirnstrukturen beschäftigt. In dem Kapitel werden wichtige historische Entwicklungsschritte, Forschungs- und Untersuchungsmethoden und ausgewählte neuropsychologische Störungsbilder sowie deren Übertragung in die ICD bzw.

ICD beschrieben. Zusätzlich wird ein Überblick über die wichtigsten Elemente der neuropsychologischen Therapie gegeben.