Emotionen im sport psychologie

Die letzte Minute eines ausgeglichenen, intensiven und noch nicht entschiedenen Wettkampfspiels, die Naturerfahrungen sowie das Erlebnis von Geschwindigkeit bei einer Skiabfahrt oder dem Windsurfen, das Erreichen oder sogar Übertreffen einer persönlichen Bestleistung beim Ausdauerlauf; aber auch die gerichtete Aufmerksamkeit bei einer Präsentation, die Vorbereitung eines Sprunges vom Zehnmeterturm oder das Erleben von unfairem Verhalten zum eigenen Nachteil.

Jeder dieser Momente sportlichen Handelns ist unmittelbar mit differenzierten und ganz individuell erlebten Emotionen verbunden. In Abhängigkeit von der Relevanz dieser Situationen für die Person werden sie unterschiedlich intensiv erlebt. Viele Sportlerinnen und Sportler trainieren jahrelang auf Ereignisse, bei denen intensive Emotionen erlebt werden können.

Emotionen lassen sich aber nicht nur beim Sporttreiben, sondern auch als Zuschauer und Fan auf Tribünen, im Livestream oder in der Zusammenfassung erleben. Dabei erreichen Übertragungen von Sportereignissen besonders dann hohe Reichweite, wenn Zuschauerinnen und Zuschauer in den Bann gezogen werden und sich Emotionen übertragen.

Emotionen sind dementsprechend zentrale Phänomene im Sport Rethorst, , S. Während der Körper und Körpererfahrungen unstrittig zentrale Themen des Sportunterrichts sind u.

Positive Emotionen im Sport und Sportunterricht: Sportpsychologie

Seitdem ist der sportpädagogische Diskurs in diesem Themenbereich lediglich von vereinzelten Themen aus diesem Inhaltsfeld geprägt: zum Beispiel Körperunzufriedenheit, Selbstkonzept, Flow-Erleben, Scham. Es lassen sich jedoch weitreichende Anknüpfungspunkte zwischen Emotionen und Sport, zwischen Emotionen und Bildungsprozessen sowieso zwischen Emotionen und dem Sportunterricht aufzeigen.

Dieser Beitrag beschreibt diese Anknüpfungspunkte jeweils auf zwei Ebenen: Auf einer phänomenologischen Ebene wird das emotionale Erleben thematisiert und auf einer funktionellen Ebene wird erläutert, wie Emotionen genutzt werden können. Er kann nicht nicht fühlen und konstituiert sich in seinem Sein durch Gefühl und Emotion.

Besser mit Emotionen im Sport umgehen

Emotionen und Gefühle sind Voraussetzung für Sinnzuschreibung, da durch Emotionen Wirklichkeitsbezügen Qualitäten zuerkannt werden. Die wechselseitige Abhängigkeit von sozialen, psychologischen und neuronalen Strukturen und Emotionen zeigt einerseits die Komplexität des Gegenstands, andererseits eröffnen diese Abhängigkeiten vielfältige Theorien, Konzepte und Herangehensweisen an den Gegenstand.

Neben evolutionspsychologischen Theorien zum Beispiel Ekman oder Plutchik sind kognitive Theorien Frijda oder Weiner in der Psychologie prominent.